Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  03.05.2012  | Netzcode: 3230329 Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai 2012

Herzfehler häufigste angeborene Organerkrankung bei Kindern

In Deutschland kommen jedes Jahr 6000 bis 8000 herzkranke Kinder zur Welt. Das bedeutet, dass nahezu jedes 100. Kind mit einem Herzfehler geboren wird und der angeborene Herzfehler die häufigste angeborene Organerkrankung ist.

Die Ursachen hierfür sind meist vielfältig, das heißt es gibt in aller Regel nicht nur einen einzigen Auslöser für die Fehlbildung. Welcher Art und wie die verschiedenen Herzfehler ausgeprägt sind, kann sehr unterschiedlich sein, ebenso wie die Krankheitsverläufe, und fast immer gibt es nicht nur eine einzige Behandlungsmöglichkeit. Die Diagnose angeborener Herzfehler kann dabei durchaus schon im Mutterleib erfolgen (Schwangerschaftsdiagnostik). Wichtig ist eine exakte und zuverlässige Diagnose, um Herzkrankheiten frühzeitig therapieren zu können.

Die Untersuchungen beim Hausarzt oder Kinderarzt werden dabei durch die umfassenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien ergänzt. Die Kinderkardiologie stellt einen besonderen Schwerpunkt in der Klinik für Kinder und Jugendliche dar und sichert so eine möglichst umfassende und frühzeitige Diagnose und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Herzfehlern wie auch mit erworbenen Herzkrankheiten in Amberg und Umgebung.

„In der Klinik stehen sämtliche gängigen Verfahren wie EKG, Langzeit- und Belastungs-EKG und Spiroergometrie bereit. Für Belastungsuntersuchungen steht für größere Kinder ein Fahrrad und für die kleineren ein Laufband zur Verfügung. Auch Heimmonitore von Säuglingen können hier ausgelesen und ausgewertet werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der Durchführung eines Herzultraschalls,“ so Dr. med. Alexander Schnelke, Kinderkardiologe und Leitender Oberarzt an der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien.

Die Echokardiographie des Herzens mit einem Ultraschallgerät ist bei dieser Art von Erkrankungen seit Langem die entscheidende Untersuchungsmethode: sie ist schmerzfrei, schnell und einfach durchführbar und kommt ohne Zuhilfenahme von Röntgenstrahlen aus. Zudem gilt die Herzultraschall- Untersuchung als höchst zuverlässig. Fast alle Herzerkrankungen lassen sich mit ihr diagnostizieren. Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass ein optimales diagnostisches und therapeutisches Ergebnis - selbst mit einem Ultraschallgerät - nur durch einen erfahrenen Spezialisten möglich ist.

Wird eine Herzerkrankung oder ein angeborener Herzfehler mit Hilfe der modernen Untersuchungsmöglichkeiten frühzeitig erkannt, bestehen sehr gute Behandlungschancen.

Einen besonderen Vorteil für die kleinen Patienten in Amberg und Umgebung stellt die Einbindung von Dr. Schnelke als erfahrenem und kompetentem Kinderkardiologen in die Kardiologische Gemeinschaftspraxis Prof. Dr .med. habil. Josef Osterziel, Dr. Wittmann und Dr. Göldl in Amberg dar. Dadurch können Patienten, die er stationär betreut, ambulant in der Praxis aus einer Hand weiter betreut werden und ambulante Patienten, die auf Grund ihrer Erkrankung eine stationäre Behandlung benötigen, auch in der Klinik vom gleichen Behandler versorgt werden.


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