Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  10.04.2012  | Netzcode: 3204189 Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Ratgeber Gesundheit

Schlaganfall – Risiken erkennen und handeln!

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Der Chefarzt der Neurologischen Klinik, Dr. Frank Huber.
Der Schlaganfall stellt in den Industrienationen die dritthäufigste Todesursache dar. Zu viel Alkohol, Rauchen und übermäßiges, ungesundes Essen begünstigen die Erkrankung. Das richtige und schnelle Erkennen der Symptome kann entscheidend sein.

Jeder Schlaganfall stellt einen akuten Notfall dar, da die dabei auftretende Störung der Durchblutung zum Absterben wichtiger Teile des Gehirns führen kann. In dieser Situation zählt jede Sekunde. Betroffene müssen so schnell als möglich in ein Krankenhaus am besten mit einer angeschlossen speziellen Schlaganfall-Einheit, die so genannte Stroke Unit, verbracht werden. Denn je frühzeitiger eine wirksame Therapie eingeleitet wird, desto mehr Hirngewebe lässt sich retten. Wie man rechtzeitig die Vorboten für einen drohenden Schlaganfall erkennt, auch als Laie, ist Thema des zweiten Vortrages der Reihe Ratgeber Gesundheit, den der Chefarzt der Neurologischen Klinik Dr. Frank Huber zusammen mit seiner Leitenden Oberärztin Frau Dr. Michaela Nagel am 18. April 2012 gegen 18 Uhr im Klinikum halten wird.

Sie informieren dabei über die Risiken, wie Rauchen und Übergewicht, um nur zwei zu nennen und Alarmzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall, wie vorübergehende Funktionsausfälle, Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen oder Taubheitsgefühl.

Um nach einem Schlaganfall (Apoplexie) eine möglichst gute Behandlung zu gewährleisten, ist der Transport des jeweiligen Patienten in eine Klinik mit einer so genannten Stroke Unit zu empfehlen, wie diejenige, über die die Neurologische Klinik am Klinikum Amberg verfügt. Die Behandlung auf einer Stroke Unit ist optimal auf das Krankheitsbild abgestimmt.

Welche Vorteile eine Stroke Unit bei einem Schlaganfall bspw. bei der Diagnose bieten kann, wenn es darauf ankommt, die Art des Schlaganfalls zu erkennen für die richtige Wahl der Therapie, wird eingehend erläutert. Auch wie und welche Professionen interdisziplinär in die Behandlung des Patienten mit einbezogen werden, damit ein Patient möglichst viel seiner Selbstständigkeit bewahren kann.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass bei ersten Zeichen eines Schlaganfalls die Angst ein ganz schlechter Berater ist: Lieber zehnmal umsonst in die Notaufnahme, als einmal zu spät!

Im Anschluss an den Vortrag ist ausreichend Raum, um Fragen zu stellen und mit den Experten zu diskutieren. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.


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