Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  10.04.2012  | Netzcode: 3204109 Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

20 Jahre Strahlentherapie im Klinikum St. Marien

Bild zu 20 Jahre Strahlentherapie im Klinikum St. Marien
Seit ihrem Bestehen hat die Strahlentherapie in Amberg mehr als 10.000 Patienten behandelt.
Anfang April 1992 wurde die Klinik für Strahlentherapie im Klinikum St. Marien in Amberg eröffnet. Damit feiert die Strahlentherapie in diesem Monat ihr 20-jähriges Bestehen. Zunächst war die Behandlung auf stationäre Patienten beschränkt, seit 1. Juli 2007 werden auch ambulante Patienten im Gesundheitszentrum St. Marien betreut. Damit ergibt sich durch die Kooperation mit der Schwerpunktpraxis für Onkologie und Hämatologie im Gesundheitszentrum eine komplette Versorgungskette für onkologische Patienten. Seit ihrem Bestehen hat die Strahlentherapie in Amberg mehr als 10.000 Patienten behandelt.

Durch den Fortschritt in der Medizintechnik und insbesondere in der Medizinphysik in den letzten 20 Jahren wurde in der Strahlentherapie zwischenzeitlich ein sehr hoher Präzisionsgrad erreicht. Dieser war beim Start der neuen Abteilung vor 20 Jahren kaum vorstellbar. Dieser Entwicklung ist auch die Strahlentherapie im Klinikum St. Marien kontinuierlich gefolgt, so dass die Strahlenbehandlung zu einer äußerst präzisen und gleichzeitig sehr Segen spendenden Behandlung insbesondere bei Tumorerkrankungen geworden ist.

Die Amberger Strahlentherapie wurde zunächst durch Prof. Dr. med. Dipl.-Physik. Werner Berberich als Chefarzt geleitet. Am 1. Januar 2010 hat Frau Privatdozentin Dr. Antje Fahrig die Leitung der Abteilung übernommen. Sie war vor ihrem Wechsel nach Amberg in der Strahlenklinik des Universitätsklinikums Erlangen mit dem Schwerpunkt Hochpräzisionsstrahlentherapie (stereotaktische Strahlentherapie) tätig.

Frau Dr. Fahrig hat maßgeblich an der Neubeschaffung der zwei Linearbeschleuniger im Jahr 2010 mitgewirkt. Damit werden in Amberg mittlerweile modernste Bestrahlungstechniken wie die Intensitätsmodulierte und Volumen-Adaptierte Strahlentherapie, die Radiochirurgie (Einzeitbestrahlung) sowie die fraktionierte stereotaktische Radiotherapie an Kopf und Körper durchgeführt, die mit erheblichen Vorteilen für die Patienten verbunden sind.

„Schwerpunkte stellen bei uns die Behandlung von allen möglichen Tumorerkrankungen dar, insbesondere Brust-, Darm- und Prostatakrebs“, erklärt Frau Dr. Fahrig. Die Strahlentherapie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des zertifizierten Onkologischen Zentrums am Klinikum St. Marien, das 2011 gegründet wurde. „ Damit sind alle Voraussetzungen für die optimale Versorgung von Krebspatienten im Versorgungsgebiet des Klinikums St. Marien geschaffen“, ergänzt sie. „Neben modernsten Gerätschaften legen wir aber auch höchsten Wert auf menschliche Zuwendung und eine positive Atmosphäre, die mit dem Umbau und der Neugestaltung der Räumlichkeiten in 2010 erreicht werden konnte“, so Fahrig.

Pro Jahr werden mittlerweile etwa 1000 Patienten ambulant und stationär in der Strahlentherapie durch die Chefärztin und drei weitere Ärztinnen behandelt. Zusätzlich tragen fünf Medizinphysiker dafür Sorge, dass die Strahlen auf die Tumorregion jeweils optimal dosiert sind. „Die modernen Geräte sind eine grundlegende Voraussetzung für den Behandlungserfolg und machen zudem die Tumortherapie für die Patienten deutlich weniger belastend“, erläutert Frau Dr. Fahrig.

Aber nicht nur Tumorpatienten besuchen die Strahlentherapie in Amberg.

„Hier kann auch Menschen geholfen werden, die unter starken Schmerzen leiden aufgrund chronisch entzündlicher Gelenk- oder Weichteilerkrankungen, sagt Fahrig.

Röntgenstrahlen niedrig dosiert können Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen sowie überschießende Gewebeneubildungen verhindern. Andauernde Beschwerden bei Fersensporn oder Tennisellenbogen können durch eine Bestrahlung gebessert werden. Die Schmerzbestrahlung ist eine reguläre Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Mit der hochspezialisierten und zukunfstweisenden technischen wie auch personellen Ausstattung kann das Klinikum dauerhaft und nachhaltig flächendeckende Leistungen im Rahmen der Strahlentherapie vorhalten und optimistisch der weiteren Zukunft entgegenblicken.

Zum Artikel: Kinospecial 300 Pixel